| zurück zur Übersicht | Unwettereinsatz, 08.07.2004 |
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Von einem heftigen Unwetter mit Hagelschlag wurde die Gemeinde Ehrenkirchen am frühen Donnerstagmorgen des 08. Juli heimgesucht. Binnen weniger Minuten fielen über 25 mm Niederschlag pro Quadratmeter. Der Hagel hatte eine bisher nicht bekannte Heftigkeit. Auf der gesamten Gemarkung ist die Ernte vernichtet. Aufgrund des Hagels waren die Straßeneinläufe verstopft, so dass zahlreiche Keller volliefen. Bäume wurden umgerissen, Straßen durch heruntergerissene Äste, Hagel- und Schlammansammlungen unpassierbar. In der Albertstraße, wo die größten Schäden zu verzeichnen waren, stürzte eine Platane in die Oberleitung.
Gegen 04.30 Uhr wurde durch die Leitstelle Freibug "Gesamtalarm" ausgelöst und die FFW Ehrenkirchen zu mehreren Einsatzstellen gleichzeitig gerufen. Da sich aufgrund der Einsatzlage abzeichnete, dass es sich um einen "Großeinsatz" handelt, wurden vor dem ersten Ausrücken der Fahrzeuge von Einsatzleiter Christoph Blattmann eine Einsatzbereichzuweisung an die einzelnen Fahrzeuge vorgenommen. Das LF16/12 (mit hydraulischer Seilwinde) hatte sich um das Freiräumen der Straßen zu kümmern. Die Fahrzeuge LF16/TS, LF8-schwer und GW-Transport wurden zum Auspumpen der vollgelaufenen Keller beordert. Alle drei Fahrzeuge wurden mit Wassersaugern ausgerüstet, der GW-T ergänzend mit der TS8-Lenzpumpe. Die Abteilungen Norsingen (TSF-W) und Offnadingen kümmerten sich um die Schäden in Norsingen. Das ELW wurde mit 4 Mann besetzt, um die Koordination des Einsatzes durchzuführen.
Glücklicherweise wurden von den Bürgern viele Keller in Eigenregie leergepumpt und gesäubert, so dass sich diese Einsätze im Rahmen hielten. Vorteilhaft erwies sich die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Hausmeister Michael Leppert, Abteilungskommandant in Kirchhofen, begutachtete mit der Besatzung des LF8 frühzeitig die öffentlichen Gebäude. Gerade in der Grundschule Kirchhofen, wo Wasser in den Turnraum im Untergeschoss eindrang, konnte so größerer Schaden vermieden werden. Gegen 05.00 Uhr wurde durch die Einsatzleitung der Gemeindebauhof verständigt, der sofort mit der Säuberung der verdreckten Straßen begann. Zum Beseitigen des Hagels war an mehreren Stellen der Einsatz des Radladers erforderlich!
Gegen 08.00 Uhr morgens waren sämtliche Keller ausgepumpt. Ebenfalls konnten bis auf die Albertstraße alle Straßen wieder für den Verkehr freigegeben werden. Die Feuerwehr unterstützte allerdings noch den ganzen Tag den Gemeindebauhof beim Reinigen verschiedener Straßen mit zwei Fahrzeugen. Ebenfalls den ganzen Tag zog sich das Freiräumen der Albertstraße hin. Mit einem Forstschlepper wurde Treibgut aus der Möhlin geborgen, ebenfalls wurden die umgestürzten Bäume beseitigt. Der Stromversorger Energiedienst war den ganzen Tag präsent, um die Stromversorgung in diesem Bereich wieder herzustellen.