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Gesamtwehrübung: Seniorenpflegeheim Ehrenkirchen, 31.01.2007

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Durch den Caritasverband Breisgau-Hochschwarzwald wird mit Unterstützung der Gemeinde Ehrenkirchen im Gemeindezentrum ein neues Altenpflegeheim errichtet und in Betrieb genommen. Die ersten Pflegebedürftigen treffen am 05. Februar 2007 ein. Um einen eventuellen Einsatz professionell abarbeiten zu können, fand am 31. Januar 2007 eine Übung der Gesamtwehr Ehrenkirchen am Objekt statt.

Bei der ersten Übung wurde Priorität darauf gelegt, den Atemschutzgeräteträgern eine Orientierung im Gebäude und ein Gefühl für die Dimensionen zu geben. Ebenfalls sollten aus dieser Übung Erkenntnisse für die bestmöglichen Aufstellflächen der Fahrzeuge und Bereitstellungsräume gewonnen werden, da im Evakuierungsfall ausreichende Bewegungsflächen für den Rettungsdienst freigehalten werden müssen. Aus diesem Grund wurde zeitgleich ein Brand im Obergeschoss mit vermissten Personen im Keller- und Obergeschoss angenommen. Die Einsatzstelle wurde in die Einsatzabschnitte „Innenangriff“ und „Bereitstellung“ geordnet. Für jedes Geschoss war ein Gruppenführer verantwortlich.

Von den zuerst eingetroffenen Kräften wurde ein Löschangriff verbunden mit dem Auftrag zur Rettung ins erste Obergeschoss vorgetragen. Die anderen Geschosse wurden zeitgleich durch weitere Trupps durchsucht. Insgesamt konnten acht Atemschutztrupps in Einsatz gebracht werden, weitere Geräteträger standen als Rettungstrupps in Bereitstellung. Vorteilhaft bei diesem Objekt ist, dass ein großer Innenhof vorhanden ist. Von diesem sind die einzelnen Bettentrakte über feuerbeständige T-90-Türen abgetrennt. Aus diesem Grund können die Gruppenführer bis in den Innenhof mit vorgehen. Ebenfalls können die zu rettenden Personen in diesem Bereich von Einsatzkräften ohne Atemschutz übernommen werden, ein Umstand, der die Rettung wesentlich vereinfacht. Aufgrund der koordinierten Vorgehensweise erfolgte eine reibungslose Evakuierung.

Der zweite Schwerpunkt lag in Ordnung der Einsatzstelle. Man entschied sich, lediglich das ELW und das LF16/12 und LF16/TS bis zu Einsatzstelle vorzuziehen. Dies war dadurch bedingt, dass die rückwärtige Feuerwehrzufahrt noch nicht fertig gestellt war und somit nicht als Aufstellfläche zur Verfügung stand. In diesem Bereich können künftig weitere Fahrzeuge positioniert werden. Als Bereitstellungsraum dient der Bereich „Rondell“ vor der Kirchberghalle, ca. 200 m vom Objekt entfernt. Dieser wird auch künftig für nachrückende Kräfte anzufahren sein. Die Kirchberghalle selbst wird als provisorisches Aufnahmelager für die Pflegebedürftigen genutzt. Sollte diese belegt sein, kann auf die benachbarte Jengerschule ausgewichen werden.

Nach Abschluss der Übung konnte Kommandant Bernhard Metzger ein positives Fazit ziehen. Die Ordnung der Einsatzstelle habe gut funktioniert. Ebenfalls haben sich die Kräfte im Innenangriff in dem für sie (noch) fremden Gebäude gut zurecht gefunden. Um das Objekt in Zusammenarbeit mit Rettungsdienst künftig optimal abarbeiten zu können, ist in diesem Jahr eine gemeinsame Übung mit dem Rettungsdienst geplant.