| zurück zur Übersicht | Probe Zug3 - Verkehrsunfall |
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Die möglichst wirklichkeitsnahe Einübung von Einsatzsituationen ist Ziel der Proben der Feuerwehr Ehrenkirchen. Ein solches Beispiel dafür ist auch die Probe des Zuges 3 am 14.04.2002: Ein Pkw ist auf einer Gefällstrecke von der Fahrbahn abgekommen und eine Böschung hinunter gestürzt, der Fahrer ist im Fahrzeug eingeklemmt. Eine Einsatzsituation, wie wir sie auch in der Realität schon zu bewältigen hatten.
Gemäß Alarm- und Ausrückordnung rücken folgende Fahrzeuge aus: ELW1, VRW, LF16/12, GW-T. Vom Einsatzleiter werden den einzelnen Fahrzeugen folgende Aufgaben zugewiesen:
VRW: - Personenrettung und –betreuung mit hydraulischem Rettungsgerät
LF16/12:-Sicherung des Pkw gegen Absturz mittels hydraulischer Seilwinde
- Sicherstellung des Brandschutzes
- Freihauen des gesamten Einsatzbereiches mit Motorsäge
- Unterstützung des VRW mit zweitem hydraulischem Rettungssatz und Rettungszylindern
GW-Tr: - Absicherung der Einsatzstelle
- Unterstützung des LF16/12 bei der Bereitstellung der Geräte
- Ausleuchtung der Einsatzstelle
Erfahrungsgemäß trifft bei Verkehrsunfällen der Rettungsdienst (Notarztwagen und Rettungstransportwagen) zeitgleich oder kurz nach der Feuerwehr an der Einsatzstelle ein. Aus diesem Grund müssen von unseren Einsatzkräften keine größeren Erstversorgungsmaßnahmen eingeleitet werden. Die Vorgehensweise im technischen Hilfeleistungseinsatz ist daher wie folgt: 1. Sicherung (Verkehrssicherung, Unfallfahrzeug, Brandschutz), 2. Zugang Schaffen (Türe öffnen, ggf. Dach abnehmen in Absprache mit Rettungsdienst), 3. lebensrettende Sofortmaßnahmen (i.d.R. durch Rettungsdienst), 4. Person befreien und Übergabe an Rettungsdienst.
Nach den vorstehenden Grundsätzen wird von der VRW-Besatzung als erste Maßnahme die Tür des Unfall-Pkw geöffnet. In Absprache mit dem Rettungsdienst erfolgen die weiteren Maßnahmen. In diesem Fall entschloss man sich für die Abnahme des Daches, um eine bessere Zugänglichkeit zu haben,. Parallel dazu wurde von der Besatzung des LF16/12 der Rettungsbereich vom Gestrüpp freigeschnitten, das Fahrzeug mit der Seilwinde gesichert und der Brandschutz sichergestellt. Die Besatzung des GW-T leuchtet die Einsatzstelle aus.
Daran anschließend konnte nach der Erstversorgung des Verletzten der Fußbereich mit den hydraulischen Rettungszylindern aufgeweitet werden und so der Fahrer aus dem eingeklemmten Bereich befreit werden. Anschließend wird der Fahrer aus dem Fahrzeug genommen und an den Rettungsdienst übergeben.
Als abschließende Einsatzmaßnahme wird das Fahrzeug mit der hydraulischen Seilwinde des LF16/12 geborgen. Danach wird die Einsatzstelle gereinigt und der verkehrssichere Zustand wieder hergestellt.